TanzZentrum Pyramide, Sursee, Luzern, Schweiz

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Studienreise nach Istanbul
Kultur / Shopping / Ausgang


     
 
 

Donnerstag 11.02.2010

Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Grand Bazar.  Es regnete leicht, doch die Temperatur war mild und angenehm. Öffnungszeiten Grand Bazar: 9.00-19.00 Uhr. Zuerst hatten wir das Gefühl, dass wir etwas verpasst hatten, da wir jetzt erst um 10.00 da waren, doch die Aussteller waren sowieso noch damit beschäftigt Ihre Waren vorzubereiten.
Doch in diesem Moment Interessierte uns das wenig, denn wir wollten zuerst den Laden von Gülseren finden. Diese Adresse haben wir im  Internet gefunden. Dort soll es Bauchtanzkostüme haben. Wir verweilten uns dort den ganzen Vormittag und probierten verschiedene Kostüme. Bei Gülseren ist es eine echte Fundgrube. Schlussendlich kauften Claudia und Jasmin je zwei Kostüme, Nabila und Brigitt je ein Baladi Kostüm und Nabila noch ein paar preiswerte Kostüme für die Tanzschule ein. Die Preise für ein Kostüm liegen bei ca. 150 bis 200 Euro. Anpassungen sind im Preis einbegriffen und wir sollten am nächsten Tag wiederkommen, um die Kostüme nochmals anzuprobieren.
Jetzt knurrte uns der Magen ganz gewaltig. Da kam es uns gerade recht, dass gegenüber einen Kebab-Laden war. Dort verpflegten wir uns mit türkischer Kost. Shorba (Suppe), Tavuk-Shis (Poulet Spiess) Salat u.s.w

Jetzt waren wir aber gespannt, ob die Mizar Boutique unsere bestellten Kostüme fertig hatten. Die Mizar Boutique ist in ein Lokal eingezogen, der sich im Grand Bazar befindet. Es ist eine winzige Lokalität, mit nur dem nötigsten eingerichtet. Dort angekommen, unsere Enttäuschung war gross. Nur ein einziges Kostüm war angefertigt. Es kamen allerlei Ausreden wie: Sie hätten erst am 14 Februar mit uns gerechnet, Sie hätten die Bestellungen nicht verstanden,  normalerweise würden Sie gar keine Kostüme ohne Vorauszahlungen nähen, usw…  Auf jeden fall versprachen Sie uns, dass  vier Kostüme bis am Samstag fertig werden: 2x Panter und 2x Rot.
Danach gingen wir zu Ali Baba und  kauften einige Accessoires, Pluderhosen, Hüftgürtel und Kopfschmuck. Alle gaben dort ein Vermögen aus.


Am Abend gingen wir im Kebab-House um die Ecke des Hotels essen. Wieder die übliche Kost… Das Essen war  lecker und wir hatten alle für ca. 10 CHF pro Person richtig gegessen inkl. Suppe, Salat und Tee.
Heute Abend entschieden wir uns für etwas Entspannung. Ein Hamam Besuch war angesagt. 55 Türkische Lire, ohne Voranmeldung mit Seifenmassage. Das ganze dauerte ca. 2 Stunden. Die Preisleistung stimmt, der Besuch war schnell und günstig. Wir wurden geseift, geschrubbt aber nicht richtig massiert.
Jetzt fallen wir entspannt ins Bett und schlafen gut ein. Gute Nacht und bis Morgen…

 

Freitag 12.02.2010

Frühstück im Hotel auf türkische Art mit Weissbrot, Joghurt, Oliven sowie Schwarztee oder türkischem Kaffee.

Als erstes den Gang zur Orient-Bekleidungsboutique zur 1. Anprobe. Hier gleich die erste Ernüchterung. Gewisse Änderungen an den Kleidern waren erledigt, andere noch nicht, welche uns von der Inhaberin begründet zu erklären versucht wurden. Nach der erneuten Kleider-Änderungs-Besprechung suchen wir uns den Weg vom Grand Basar in den arabischen Basar. Der Ausdruck ändert sich vom bunten Grand Basar in einen eher hektischen Alltagsstil, auf Strassen, befahren von Autos. Auf dem Weg zu unserem Steinladen gehen wir durch die Ladenquartiere der „Kopftücher für Frauen“. Nach etwas Suchen stehen wir vor unserem Laden. Jedoch treibt uns der Hunger an einen Kebab-Stand, wo wir in einem engen Untergeschoss auf Barhockern unsere Kebab essen können. Organisiert werden uns diese von einem jungen Mann, der diesen Job erst seit 7 Monaten mache und meine, ihn immer noch zu lieben. Vorher habe er Ringe/Schmuck hergestellt. Er gestaltet seine Arbeit charmant.

Wir bahnen uns den Weg durch die betenden Moslems, die ihre Teppiche und Kartons mitten auf der Strasse für ihr Mittagesgebet ausgelegt haben. Heute Freitag wird am Mittag länger gebetet als an den anderen Tagen. Das ist auch der Grund, weshalb wir unseren Schmucksteinladen geschlossen vorfinden. Bei uns wäre es die Mittagspause, hier ist es das Gebet, welches den Laden geschlossen hält.
Daraus ergibt sich die Lösung, doch die arabische Marktstrasse zu besuchen. Hier finden wir Gewürze im Offenverkauf nebst den anderen bekannten Angeboten wie Stoff, Tücher, Schmuck, Seifen, kleinen Nippsachen. Die Hektik ist recht stark. Inzwischen hat Regen eingesetzt, welcher die Leute ins Trockene treibt.

Endlich hat unser Schmucksteinladen geöffnet, wo wir vieles vorfinden – vor allem in grossen Mengen, wie sie bei uns in Händlerläden wie in einem CC vorzufinden sind – und decken uns entsprechend ein.

Danach trennen sich unsere Wege. Die einen Frauen besuchen andere Belly-Dance-Mode-Geschäfte. Andere kehren zu ihren Verabredungen für die nächsten Anproben zurück. Sitzen, warten, anprobieren, sich mit den Verkäufern unterhalten, warten auf die nächste Anprobe, dazwischen „Apple-Tea“ trinken und der Näherin zuschauen, wie sie das Kostüm ändert. Dieser Aspekt gehört ebenfalls in das Leben einer Bellydancerin. Schlussendlich am Abend zurück ins Hotelzimmer mit den richtig angepassten Kleidern.

Für die Abendshow mit Nachtessen werden wir ins nahe gelegene Orient-House chauffiert. Die Show bietet verschiedene volkstümliche Aspekte des Landes, mit Volksmusik, einem Derwisch-Dancer, einer Volkstanzgruppe und natürlich mit drei Belly-Dancerinnen, die ihre Darbietungen unterschiedlich gestalten, jedoch alle mit viel Shimmies. Den Abend geniessen wir in ausgelassener Stimmung und feiern den halbrunden Geburtstag von Claudia.

 

Samstag 13. Februar

Heute hat sich unsere Gruppe aufgeteilt, je nach Interesse. Die einen machten „in Kultur“ andere stressten von Tanzkleidanprobe zu Tanzkleidanprobe , einige entschieden sich für einen guten Mix von beidem.

Sandra besuchte die blaue Moschee und die Hagia Sophia. Beides sehr eindruksvolle Bauten im Stattviertel Sultanahmet. Ein „Irdischer Spiegel des Himmels“ sollte die Hagia Sophia sein – und man fühlt sich im Innenraum tatsächlich entrückt in höhere Spähren. Sie wurde vor über 1400 Jahren als christliche Kirche erbaut, ein Denkmal der byzantinischen Baukunst aus dem 6. Jahrhundert. Im 15. Jahrhundert wandelten sie die Osmanen in eine Moschee um und gaben ihr das heutige Aussehen. Die blaue Moschee bekam ihren Namen wegen ihres vorwiegend blauen Innendekors. Sie wurde schon in während der Bauzeit Anfang 17. Jahrhundert heftig kritisiert wegen der 6 Minarette, die als frevelhafte Anmassung gegenüber Mekka verstanden wurden, der einzigen anderen Moschee mit 6 Minaretten. Die blauen, verzierten Kacheln der Innendekoration und die typisch luftige Bauweise geben der Moschee im Innern eine heiter-ruhige Atmosphäre.

Später traf sich Sandra mit Claudia, die den ersten Teil des Tages mit Kostümproben bei Gülseren verbracht hatte und nun bereit war, zusammen mit Sandra den Grand Basar sowie den ägyptischen Basar unsicher zu machen. Claudias Einteiler von Gülseren ist ein Traum! – wir sind alle etwas neidisch, da er uns auch gefallen, aber nicht gepasst hat.

Wir anderen, Nabila, Jasmin, Alexandra und Brigitte gehörten zu der ersten oben erwähnten Gruppe und hetzten von einer Kostümproberei zur nächsten. Nabila musste bei Gülseren nur noch einige Kostüme abholen, die sie für zuhausegebliebene Schülerinnen bestellte und umändern liess. Sandra, Alexandra und Brigitte hingegen verbrachten eine längere Zeit dort, bis wirklich alles gut sass. Eines muss man Gülseren lassen, wenn man ihr genug Zeit gibt, ist es ihr Ehrgeiz, dass die Kostüme wirklich perfekt der Figur und dem Stil der Tänzerin angepasst werden. Dabei ist sie auch sehr kreativ, benutzt z.B. Teile des Stirnbandes für den BH, oder stellt aus verschiedenen Kostümen eine neue schöne Kreation zusammen.

Nach einem kurzen Imbiss im Basar ging es zur Misar Butik.  Dort brach dann das richtige Chaos los.  Die auf heute versprochenen Kostüme waren gar nicht oder nur zum Teil da. Die Frage was gehört nun wem, konnte auch mit Hilfe der vorher geschickten Vorlagen nur unzureichend geklärt werden, da eigentlich gar nichts entsprechend unserer Vorlage angefertigt wurde. Ende Oktober hatten wir 7 Kleider bestellt (Zeichnungen der Kostüme, alles ins türkische übersetzt, mit türkischem Brief, usw). Davon wurde 1 Kostüm in etwa gemässe der Vorlage angefertigt und auch von uns gekauft. 2 weitere Kostüme waren zwar nicht genau nach Vorlage angefertigt, aber doch sehr schön, sodass wir sie ebenfalls kauften. Alle weiteren Kostüme waren entweder „Putzlumpen“ oder wurden gar nicht angefertigt. Die Stimmung war entsprechend etwas gespannt........

Am späteren Nachmittag mussten wir uns aufteilen, damit wir alles schafften. Während Nabila und Jasmin im Basar blieben um ein Auge auf die Kostümänderungen bei Misar Butik zu halten, passende Bänder für weitere Kostüme zu kaufen (spottbillig) und auch nochmals unsere „Kristall Bijouterie“ zu plünderten, reisten Alexandra und Brigitte mit dem Tram zum Taksim, um bei Sim Moda Evi die bestellten und angepassten Kleider abzuholen. Das ging relativ zügig. Rein ins Kostüm, passt perfekt, ein paar Fotos machen, raus aus dem Traum in Rot und wieder rein in die Alltagsklamotten - Schade!  Die Kostüme bei Sim sind durchwegs traumhaft schön. Sie sind nicht grad was für`s  schmale Portemonaie, aber die Qualität ist auch endsprechend gut, super Verarbeitung und viel Stickerei und Swarowski. Mit dem Tram fuhren die zwei Frauen wieder zurück in den traditionellen Teil von Istanbul.

Uff - der ganze Stress war vorüber. Die vier Tage waren sehr erlebnisreich. Als krönender Abschluss, gingen wir alle sechs Frauen in ein schönes Restaurant zum Abendessen und assen uns ein letztes mal durch das typische türkische Menue: Vorspeiseteller, Suppe, verschiedene Kebabs, Granatapfelsaft, zum Abschluss Tee und türkischer Kaffee.
Wir hatten es sehr lustig und das Essen war wunderbar.



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